Modul 1 - KI-Tools verstehen
Bevor wir tief eintauchen, nehmen wir uns einen Moment Zeit und nähern uns der Technik Schritt für Schritt. Und du wirst merken: Sobald du verstehst, welcher Button was bewirkt, wird alles plötzlich leicht. Kein Hexenwerk. Sondern etwas, das du ganz selbstver-ständlich für dich nutzen kannst.
Die Inhalte sind Auszüge aus dem eazy Content Creation Club
von Katrin Kreuels / Unikati Digital
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Du lernst die drei "Superhirne" ChatGPT, Claude und Gemini kennen. Ich zeige dir, wo ihre individuellen Stärken liegen, damit du das Tool wählen kannst, das am besten zu deiner Energie und deiner Art zu arbeiten passt.
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Wirschauen uns die drei wichtigsten Plattformen im Detail an. Auch wenn sie auf den ersten Blick ähnlich wirken, hat jeder dieser „digitalen Köpfe“ eine eigene Persönlichkeit und spezifische Stärken.
Die Voraussetzung: Warum wir die Plus-Versionen brauchen Bevor wir starten, ein wichtiger Punkt:
Um die volle Leistung der besten Modelle zu nutzen, brauchst du die kostenpflichtigen Abos der jeweiligen Anbieter (ca. 20 € pro Monat).
Nur so hast du Zugriff auf die volle Auffassungsgabe und die speziellen Funktionen, die wir für dein eazy Marketing brauchen. -
Damit die Zusammenarbeit mit deiner KI wirklich leicht wird, müssen wir ihr erst einmal beibringen, wer du bist und wie sie mit dir reden soll. Das machst du einmalig in den Grundeinstellungen. So verhinderst du, dass die KI wie ein ferngesteuerter Roboter klingt und stattdessen zu deinem echten Sparringspartner wird.
KI-Tools verstehen
Willkommen bei deinem ersten Schritt in eine neue Welt! Bevor wir in die Tiefe gehen, verschaffen wir uns einen Überblick. Stell dir diesen Bereich wie das Einrichten deiner neuen Team-Zentrale vor: Wir schauen uns an, wer deine digitalen Mitarbeiter eigentlich sind und wo sie ihren festen Platz haben. In diesem Modul nehmen wir die Technik-Hürde ganz sanft. Du wirst sehen: Es ist kein Hexenwerk, wenn man einmal weiß, welcher Button wofür gut ist.
Die 3 Top KI-Chatbots und ihre Superkräfte
Um wirklich professionelle Ergebnisse zu erzielen, schauen wir uns die drei wichtigsten Plattformen im Detail an. Auch wenn sie auf den ersten Blick ähnlich wirken, hat jeder dieser „digitalen Köpfe“ eine eigene Persönlichkeit und spezifische Stärken.
Die Voraussetzung: Warum wir die Plus-Versionen brauchen Bevor wir starten, ein wichtiger Punkt: Um eigene KI-Mitarbeiter (wie GPTs, Gems oder Projekte) anzulegen und die volle Leistung der besten Modelle zu nutzen, brauchst du die kostenpflichtigen Abos der jeweiligen Anbieter (ca. 20 € pro Monat). Nur so hast du Zugriff auf die volle Auffassungsgabe und die speziellen Funktionen, die wir für dein Marketing brauchen.
Bevor wir uns die einzelnen Anbieter anschauen, müssen wir kurz zwei Begriffe klären, die oft verwechselt werden. Das hilft dir zu verstehen, warum die KI manchmal „schlauer“ oder „anders“ antwortet, je nachdem, welche Einstellung du wählst.
Das LLM (Large Language Model):
Das ist das eigentliche „Gehirn“ – ein riesiges KI-Modell, das mit Unmengen an Texten trainiert wurde, um Sprache zu verstehen und anzuwenden.Der Chatbot (Das Tool):
Das ist die App oder die Webseite (wie ChatGPT, Claude oder Gemini), in der du tippst. Sie ist sozusagen das „Gesicht“, über das du mit dem Gehirn kommunizierst.
Innerhalb der Tools kannst du oft zwischen verschiedenen Modellen wählen:
In ChatGPT nutzt du die GPT-Modelle (z. B. GPT-4o oder das neue GPT-5).
In Claude nutzt du die Claude-Modelle (z. B. Claude 4.5 Sonnet oder Claude 4.6 Opus).
In Gemini nutzt du die Gemini-Modelle (z. B. Gemini 2.5 Pro oder Gemini 3.0).
Warum ist das für dich wichtig?
Die Anbieter bringen ständig neue Modelle heraus, die schneller, empathischer oder logischer sind.
Drei Tools im Vergleich
1. ChatGPT (OpenAI) – Der bewährte Allrounder
ChatGPT ist der Klassiker und ein solider Partner für den Einstieg.
Einsatz: Er ist ein guter Generalist für Strukturen, einfache Anfragen und logische Abläufe.
Bilder & Videos: Er bietet integrierte Funktionen für Bild- und Videogenerierung direkt im Chat, was für einfache Workflows praktisch ist.
Einschätzung: Wenn du hier bereits ein kostenpflichtiges Abo hast, kannst du wunderbar damit arbeiten. Sei dir aber bewusst, dass er manchmal beim Fassungsvermögen von Input und der Textqualität an seine Grenzen stößt, wo andere Tools bereits natürlicher klingen.
2. Claude (Anthropic) – Der Experte für Empathie
Claude ist genial, wenn es um deine Außenwirkung geht.
Schreibstil: Er schreibt keine "KI-Texte", sondern meistert empathische Marketingtexte, die sich wirklich nach Mensch anfühlen.
Auffassungsgabe: Claude hat eine außergewöhnlich hohe Auffassungsgabe bei komplexen Aufgaben und kann sehr große Textmengen (wie deine gesamte Brand Identity) auf einmal verarbeiten.
3. Google Gemini – Der Recherche- & Analyse-Profi
Gemini ist weit mehr als nur ein Chatbot; er ist ein Kraftpaket für Informationen.
Deep Research: Seine Recherche-Funktion ist extrem tiefgehend und den anderen Tools oft überlegen, wenn es um aktuelle Fakten und Marktanalysen geht.
Multimedial: Gemini liefert nicht nur Texte, sondern ist auch sehr stark in der Erstellung von Bildern und Videos sowie der Analyse von langen Video-Transkripten (z.B. von deinen YouTube-Videos oder Zoom-Calls).
Business-Integration: Besonders spannend, wenn du ohnehin in der Google-Welt (Drive, Docs) arbeitest.
So bin ich aktuell aufgestellt:
Chat GPT im Pro Plan, um meinen Kundinnen fertige GPT's zur Verfügung zu stellen.
Claude & Perplexity benutze ich in der Gratisversion.
Mein Tipp: Starte mit dem Tool, das du bereits nutzt.
Die Basis-Einstellungen
So erziehst du deine KI
Klicke unten links auf deinen Benutzernamen (z. B. Maja Muster), um auf die Einstellungen zuzugreifen.
Der wichtigste Punkt hier ist die Personalisierung. Gerne können wir die Einstellungen auch zusammen durchgehen.
1. Individuelle Hinweise (Custom Instructions)
Hier legst du fest, wie ChatGPT sich verhalten soll und antworten soll.
Ein Beispiel aus meiner Praxis:
"Keine schwammigen Aussagen. Ganze Sätze, echte Klarheit. Denk mit. Gib mir Lösungen, keine Theorie. Kling intelligent, einfühlsam, direkt – als würdest du wirklich helfen wollen, nicht betüdeln. Nutze niemals Gedankenstriche oder Bindestriche für Aufzählungen, lieber Komma oder Punkt. Keine kurzen, punktierten Sätze, kein Teenie-Slang.
Du bist mein Mentor und Coach und hilfst mir auf die Sprünge. Beschönige nichts. Wenn meine Idee schwach ist, sag mir warum. Deine Aufgabe ist es, alles zu hinterfragen und auf mein Business und meine Zielgruppe abzustimmen."
2. "Über dich" – Dein Business-Steckbrief
Hier gibst du der KI das nötige Futter über deine Welt.
Wer bist du? Dein Name, dein Beruf.
Deine Zielgruppe: Beschreibe sie so genau wie möglich.
Ein Beispiel aus der Praxis:
"Meine Zielgruppe sind selbstständige Frauen (Ü40) im Bereich Coaching, Therapie und Beratung. Sie sind offline oft schon Profis, fühlen sich aber online noch nicht verstanden und empfinden Marketing als zeitaufwendig und stressig. Sie suchen nach Wegen, sich empathisch und echt zu zeigen."
3. Das Gedächtnis (Erinnerungen)
ChatGPT hat eine Art Gedächtnis. Er kann sich Dinge merken, die du im Gespräch teilst – ganz nebenbei.
Zum Beispiel, wie du schreibst, denkst oder formulierst. Dass du „eazy“ mit einem „z“ schreibst. Oder welche Worte sich für dich stimmig anfühlen. So entsteht Schritt für Schritt etwas Vertrautes. Ein System, das dich versteht – und sich an dich anpasst.
Der Vorteil: Er lernt dich immer besser kennen.
Die Pflege: Das Gedächtnis ist toll, muss aber ab und zu "ausgemistet" werden. Wenn du merkst, dass die KI veraltete Dinge mitschleppt, geh in die Einstellungen unter Personalisierung -> Gedächtnis und lösche die Punkte, die nicht mehr stimmen.
4. Datenschutz (Datenkontrollen)
Hier entscheidest du, wie transparent du sein willst.
Modell für alle verbessern: Wenn du diesen Schalter in den Einstellungen (Datenkontrollen) deaktivierst, nutzt OpenAI deine Chats nicht mehr, um die KI weiter zu trainieren.
Meine Empfehlung: Wenn du sensible Kundendaten oder intime Business-Details besprichst, schalte es aus.
Ansonsten ist es eine Abwägung: Ohne Daten lernt die KI langsamer, mit Daten ist sie weniger privat.

